Gezeiten der Stadt
eine Geschichte Berlins

Diese seltene Mischung aus Memoir, Kulturgeschichte und Stadtbild ist ein Gegenentwurf zu den Berlin-Büchern der Vergangenheit. Eine elegante und bewegende Erinnerung an eine verwundete Metropole.

Von ihrem Zimmer am Landwehrkanal aus hat die britisch-amerikanische Kunstkritikerin Kirsty Bell einen besonderen Blick auf die Stadt, in der sie seit 20 Jahren lebt. Ihr Augenmerk gilt nicht den Königen und den Monumenten. Es sind die Brachen, die drängenden Wasser und die besonderen Schicksale, die sie interessieren. Preußische Militarismus und männlicher Ingenieurssinn haben Berlin geprägt, die Gewalt des 20. Jahrhunderts hat es traumatisiert. Von Walter Benjamin zu Rosa Luxemburg, von Gabriele Tergit zu Hannah Arendt und hin zu den Bewohner:innen ihres eigenen Gründerzeithauses lässt Kirsty Bell die Menschen sprechen. Noch immer ist die Stadt aus dem Takt, so wie es Bells eigenes Leben war. Doch nur deshalb kann sie Berlin zum Besseren hin erzählen.

Aus dem Englischen von Laura Su Bischoff und Michael Bischoff.

„Kirsty Bell ist ein echtes Kunststück gelungen: Sie erzählt von der versunkenen Vergangenheit Berlins als frisch aufgetauchter Gegenwart – und sie erklärt die Energie dieser Stadt aus der Geschichte der Menschen, der Straßen, der Hoffnungen, die sie geprägt haben.“

Florian Illies

»Klar, Berlin-Bücher gibt es viele. Kirsty Bells Blick aber ist ein vollkommen neuer: Entlang der Wasseradern bewegt sich die britisch-amerikanische Kunstkritikerin durch die Geschichte Berlins. Im Takt der Gezeiten lernt sie die Stadt, in der sie seit 20 Jahren lebt, neu kennen – und stößt dabei auf berühmte Ex-Bewohner: Auf Walter Benjamin, Rosa Luxemburg oder Hannah Arendt.«

Sachbuch Bestenliste Dezember 2021, von Deutschlandfunk Kultur, ZDF und der ZEIT, aus der Begründung der Jury

»Die wärmsten und genauesten Bücher über die deutsche Hauptstadt schreiben Briten.«

Peter Richter, Süddeutsche Zeitung

Oktober 2021
Deutsch
333 Seiten
Gebunden mit SU
ISBN 978-3-98568-005-4